Ausstellung "Finding Ivy" in London eröffnet

Am vergangenen Mittwoch, 22. Mai fand die Eröffnung der Wanderausstellung "Finding Ivy" in der City Lit, London statt. Die 16 Banner umfassende Ausstellung zeigt 13 Biografien von Menschen, die in Großbritannien geboren wurden und 1940/41 der NS-Euthanasie zum Opfer fielen.

Mark Malcomson, Leiter der City Lit, begrüßte die rund 100 TeilnehmerInnen. Anschließend fand ein Podiumsgespräch statt, das vom Fernsehsprecher, Ökonomen und ehemaligen Parlamentsabgeordneten Ed Balls moderiert wurde. Der Historiker Paul Weindling, die Pflegewissenschafterin Helen Atherton, der Dramatiker Stephen Unwin und die Opferangehörige Nancy Jennings gingen Fragen nach dem Hintergrund der "Aktion T4", ihrer Aufarbeitung, dem Gedenken an die Ermordeten und den Verbindungen zu aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen nach. Anschließend folgte eine Performance des City Lit’s Percussion Orchestra und der Corali Dance Company, die sich zum größten Teil aus Menschen mit Lernbehinderungen zusammensetzen. Simon Jarrett, Mitglied des Projektteams der Ausstellung, gab zum Abschluss noch eine kurze Einführung in die Inhalte.

Die Ausstellung ist bis 29. Mai in der Londoner City Lit zu sehen und wird ab 3. Juni an der University of Leeds gezeigt. Weitere Informationen zur Ausstellung "Finding Ivy" finden Sie hier. Ein Bericht zur Ausstellungseröffnung kann hier nachgelesen werden.