Ausstellung „Wert des Lebens“

Die 2003 eröffnete Ausstellung „Wert des Lebens“ wurde im November 2019 geschlossen und der Umbau bzw. der Aufbau der neuen Dauerausstellung begann. Bereits im Jahr 2017 hatte ein Prozess der Neukonzeption und Neugestaltung begonnen. Es sollte zum einen die Erzählung der bisherigen Ausstellung aufgegriffen, aber aktualisiert, geschärft und ergänzt werden. Mittels einer Förderung des Landes OÖ konnte dieses Projekt in den Folgejahren umgesetzt werden. Als Kuratoren fungierten Brigitte Kepplinger und Florian Schwanninger, die Gestaltung wurde von Hans Kropshofer und Gerald Lohninger übernommen.

Der Fokus der Ausstellung „Wert des Lebens. Der Umgang mit den Unbrauchbaren“ liegt auf der Lebenssituation behinderter bzw. psychisch kranker Menschen in der Zeitspanne von der Zeit der Aufklärung bis zur Gegenwart. Der thematische „rote Faden“ ist der Umgang der Gesellschaft mit diesen Menschen, die als „unbrauchbar“ definiert wurden und werden. Damit eng verknüpft sind Fragen, wie und von wem diese Definition erfolgt, welche Vorstellungen und Diskurse von Normierung und Optimierung herrschen, wie versucht wurde, diese gesellschaftlich und staatlich umzusetzen und wie sich demgegenüber Zugänge, die an Menschenrechten, Demokratie und Inklusion orientiert sind, gestalten könnten.