Kooperationsprojekte mit Culture Connected
Seit 2025 entstehen immer wieder kreative Videoprojekte mit Schulklassen, die sich mit Erinnerungskultur befassen. Diese Projekte werden durch die Förderung von Culture Connected ermöglicht. Weitere Informationen zur Antragsstellung finden Sie unter: culture connected
Ansprechperson im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist Mag.a Irene Zauner-Leitner; irene.zauner-leitner@schloss-hartheim.at/ +43 (0)7274 - 6536 - 544
Was bleibt? - Filmworkshop im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, 2026
Schloss Hartheim ist ein Ort, der tief bewegt. Aber wie verarbeitet man die Eindrücke, die man dort sammelt? Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Don Bosco-Gymnasium der Salesianer Don Boscos in Ebreichsdorf-Unterwaltersdorf (NÖ) hat in Begleitung ihrer Professorin Mag. Birgit Ulrichshofer einen ganz eigenen Weg gefunden: Durch die Linse der Kamera. Nach dem Besuch der Gedenkstätte und der Ausstellung ‚Wert des Lebens‘ ging es für sie direkt ans Set. In einem zweitägigen Workshop lernten die Jugendlichen unter der Anleitung der diplomierten Kulturpädagogin, Autorin und Filmschaffenden Corinna Antelmann, die auch als Begleiterin am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim arbeitet, ihre Gedanken und persönlichen Zugänge in packende Kurz-Clips zu verwandeln. Ein beeindruckendes Projekt aus diesem Sommersemester 2026 – von der Konzeption bis zur gemeinsamen Reflexion. Themen, die nachhaltig beschäftigen und deutlich machen, wie schwer es uns fallen kann, die Vorgänge in Hartheim während der NS-Zeit zu erfassen, werden so zum Thema der filmischen Auseinandersetzung. Jeder Kurzfilm ist somit ein "Über-den-Ort"-Nachdenken und ein "Zwischenstand" in der Beschäftigung mit den historischen Begebenheiten. Sie zeigen die Assoziation der Schüler:innen, die eigene Gewichtung etwaiger Themen, möglicherweise auch den Wunsch, wie es "hätte sein können", wenn zum Beispiel in einer Geschichte ein fiktiver Pfleger im Nachhinein Gewissensbisse verspürt. Der Zugang zur jeweiligen Geschichte blieb unzensiert und bot stattdessen neue Gesprächsanlässe, ohne den Schüler:innen die eigene Wahrnehmung und Empfindung abzusprechen.
Hier geht es zu den Videos: https://www.youtube.com/playlist?list=PLvfIH6HruHTBbvGwTm0hdWGBAizTXWUKf
Was bleibt? - Filmworkshop im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, 2025
Im Frühjahr 2025 besuchten 14 Schüler:innen der BHAK Traun im Alter zwischen 17 und 19 Jahren mit ihrer ihrer Lehrerin Dzenana Omerovic 2 Tage lang den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim. Unter Anleitung der diplomierten Kulturpädagogin, Autorin und Filmschaffenden Corinna Antelmann, die auch als Begleiterin am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim arbeitet, lernten die Schüler: innen die Gedenkstätte und Ausstellung "Wert des Lebens" kennen. Die restlichen eineinhalb Tage waren der Reflexion und Auseinandersetzung vor Ort gewidmet – und zwar mit Hilfe des Mediums Film. Die Schüler: innen arbeiteten in vier Teams, in denen sie gemeinsam ihre jeweiligen Geschichten entwickelten. Dabei wählten war ihnen freigestellt, welchem Aspekt des Erfahrenen sie sich widmen wollten.
Jeder der entstandenen Kurzfilme ist ein Beispiel für ein "Über-den-Ort"-Nachdenken, ein "Zwischenstand" in der Beschäftigung mit historischen Begebenheiten, die nur schwer zu (be-)greifen sind. Historische Genauigkeit und Richtigkeit standen dabei nicht im Vordergrund, sondern es ging vielmehr um die Möglichkeit der individuellen Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Ort und darum, „weiter zu denken“. So „erfand“ in dem Film „Schnappschuss“ eine Gruppe die Fotografin, die Verbrechen im Schloss dokumentiert; eine andere Gruppe stellte sich eine fiktive Pflegerin vor, die in Gedanken durchspielt, wie sie einem Opfer die Freiheit hätte schenken können – ein Gedankenspiel, das so oft wie möglich Wirklichkeit werden sollte ... Durch diese Interventionen werden keine Fakten verfälscht, sondern die Möglichkeit aufgezeigt, wie es auch sein könnte. Künstlerisches Schaffen macht es möglich, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dafür zu nutzen, die Zukunft anders zu gestalten. Und nichts anderes will die Gedenkstättenarbeit erreichen.
Ein kleiner Vorblick findet sich hier: https://youtube.com/playlist?list=PLvfIH6HruHTDWPp23k99CkOmvB76Y0Yl8&si=rNlHaBrsXbrUST_i
