Begleitungen, Vermittlungsprogramme, Tagesprogramme

Der Lern- und Gedenkort bietet neben 2-stündigen Begleitungen (durch die Gedenkstätte und die Ausstellung „Wert des Lebens“) auch verschiedene Vermittlungsprogramme, inhaltliche Vertiefungsmodule und berufsspezifische Programme an (detaillierte Beschreibungen unserer Angebote finden Sie weiter unten im Text):


  • Begleitung durch die Gedenkstätte und Ausstellung "Wert des lebens": Empfohlen ab der 8. Schulstufe, 2 Stunden

  • Begleitung in leicht verständlicher Sprache: Empfohlen für Menschen mit Lernschwierigkeiten und andere Menschen, für die diese Form der Barrierefreiheit besonders wichtig ist, max. 4 Stunden, max. 5 TeilnehmerInnen (exklusive Begleitpersonen)

  • Programm "Gedenken - Mitdenken": Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 3 Stunden

  • Programm "Der optimierte Mensch": Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 3 Stunden

  • Programm "Miteinander": Empfohlen ab der 8. Schulstufe, 4 Stunden

  • Programm "Macht der Sprache": Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 4 Stunden
  • Begleitung + inhaltliches Vertiefungsmodul "Archäologische Fundgegenstände": Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 4 Stunden, mind. 12 TeilnehmerInnen
  • Berufsspezifische Angebote: siehe hier


Bitte beachten Sie hinsichtlich unserer pädagogischen Angebote folgende Rahmenbedingungen:

  • Da ein Teil der Begleitung im Außenbereich des Schlosses stattfindet, bitten wir die TeilnehmerInnen darum, an entsprechende Kleidung zu denken.
  • Im Rahmen der Begleitung werden Teile der Gedenkstätte und der Ausstellung selbstständig besucht und im Nachhinein in der Gruppe besprochen. 
  • Wir ersuchen BesucherInnen in Gruppen, die an einem pädagogischen Angebot (Begleitung, Vermittlungsprogramm) teilnehmen, vor dem Besuch einen PCR- oder Antigentest ("Wohnzimmertest", Teststraße etc.) durchzuführen.
  • Im gesamten Schloss gilt eine FFP2-Maskenpflicht

Danke für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation!

Für Reservierungen und Fragen zu unserem pädagogischen Angebot, oder wenn Sie gerne ein individuelles Programm buchen möchten, wenden Sie sich bitte an office(at)schloss-hartheim.at oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 (0) 7274 - 6536-546 oder +43 (0) 7274 - 6536-570.

Wir ersuchen Sie, den Besuch mehrerer Gedenkstätten an einem Tag zu vermeiden. Die Reduktion auf eine Gedenkstätte ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort; aufgrund der emotionalen Wirkung des Themas/ des Ortes empfehlen wir auch, genügend (Ruhe-)Zeit für Ihre TeilnehmerInnen rund um den eigentlichen Aufenthalt/ Besuch einzuplanen.

Details zu unseren pädagogischen Angeboten


  • Begleitung

Empfohlen ab der 8. Schulstufe, 2 Stunden

Die zweistündige Begleitung ermöglicht einen fokussierten Einblick in die Gedenkstätte und die Ausstellung „Wert des Lebens“. Anhand ausgewählter Objekte und Themen werden Fragen nach der Bewertung des menschlichen Lebens in Geschichte und Gegenwart aufgeworfen und in Bezug zu dem historischen Ort Hartheim gestellt.


  • Begleitung in leicht verständlicher Sprache

Empfohlen für Menschen mit Lernschwierigkeiten und andere Menschen, für die diese Form der Barrierefreiheit besonders wichtig ist, max. 4 Stunden, max. 5 TeilnehmerInnen (exklusive Begleitpersonen)

Bei der Begleitung durch die Gedenkstätte und die Ausstellung „Wert des Lebens“ haben die Besucher*innen die Möglichkeit, sich individuell, kreativ und interaktiv einzubringen. Die Veranschaulichung/ Vermittlung der Inhalte wird durch die Verwendung von assoziativen, visuellen und haptischen Materialien (z.B. einen Zeitstreifen, auf dem verschiedene Phasen der Geschichte von Schloss Hartheim visualisiert werden) unterstützt. Die Begleitung kann in einer Dauer von 2, 3 oder 4 Stunden gebucht werden, ein Zeitrahmen von 4 Stunden wird von uns aber empfohlen.


  • Programm "Gedenken - Mitdenken"

Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 3 Stunden

Das Programm ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus am Beispiel der NS-Euthanasie und insbesondere Schloss Hartheim. Neben einem Überblick und einer Erkundung des Ortes werden in Eigenarbeit ausgewählte Aspekte (z.B. zu Opfern, TäterInnen, Spuren, Widerstand, Gedenken, ...) in kleinen Gruppen bearbeitet.

Gezielt aufbereitete Zusatzmaterialien unterstützen die SchülerInnen bei ihren Recherchen zur Geschichte der Tötungsanstalt Hartheim. Die Begleitung konzentriert sich auf die Gedenkstätte und auf die Wahrnehmung des „historischen Ortes“.


  • Programm "Der optimierte Mensch?"

Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 3 Stunden

Welches Bild vom Menschen haben wir, wie wandelte es sich im Laufe der Zeit, nach welchen Kriterien und mit welchen Zielen wurde und wird der Mensch bewertet?

Ziel dieses Vermittlungsprogramms ist es, diese Fragen sowohl in der Gedenkstätte als auch in der Ausstellung „Wert des Lebens“ ins Zentrum der Auseinandersetzung zu stellen und ein Bewusstsein für die Wahrnehmung des Menschen als bewertbares und optimierbares Wesen zu vermitteln. Vor allem in den letzten Räumen der Ausstellung „Wert des Lebens“ ergeben sich viele Bezugspunkte, um die Ambivalenzen im Bereich der Biowissenschaften aufzuzeigen und an Hand unterschiedlicher Perspektiven kennenzulernen sowie kritisch – in Kleingruppen oder in der Gesamtgruppe - zu hinterfragen.


  • Programm "Miteinander"

Empfohlen ab der 8. Schulstufe, 4 Stunden

Gemeinsam ein „Miteinander“ erfahren und sich auf die Spuren von „Miteinander“ in Geschichte, Gegenwart und Zukunft machen ist Ziel dieses Vermittlungsprogrammes. Sowohl in der Ausstellung „Wert des Lebens“ als auch in der Gedenkstätte wird an Hand von ausgewählten Objekten und Themen gezielt der Bezug zum Thema hergestellt und diskutiert. Dabei stehen Multiperspektivität, das Generieren von gemeinsamem Wissen und ein prozessorientiertes Arbeiten im Vordergrund. Sowohl in der Gesamtgruppe, als auch in Kleingruppen wird die interaktive und selbstständige Auseinandersetzung mit den Themen ermöglicht.


  • Programm "Macht der Sprache"

Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 4 Stunden

Das Vermittlungsprogramm setzt sich mit unterschiedlichen Aspekten und Funktionen von Sprache in Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Der Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprachen/entsprechen.

In Kleingruppen beschäftigen sich die SchülerInnen mit unterschiedlichen Fragen: Wie wurde die staatliche Vernichtungspolitik in der NS-Zeit vertuscht und verharmlost? Wie wurden NS-Propaganda und NS-Ideologie manipulativ eingesetzt und vermittelt? Wie können sich Menschen durch Sprache selbst ermächtigen? Wie wird heute über und mit Menschen mit Behinderung gesprochen? Wie beeinflusst die Sprache unsere Wahrnehmung?

Die Begleitung umfasst sowohl die Ausstellung “Wert des Lebens” als auch die Gedenkstätte.


  • Begleitung + inhaltliches Vertiefungsmodul "Archäologische Fundgegenstände"

Empfohlen ab der 9. Schulstufe, 4 Stunden, mind. 12 TeilnehmerInnen

Ein Objekt erzählt viele Geschichten. Je nachdem, an welchem Ort bzw. mit welchem geschichtlichen Rahmen man sich einem Objekt nähert, kann es unterschiedliche Fragen aufwerfen und zur näheren Reflexion und Auseinandersetzung motivieren. Bei diesem Vertiefungsmodul erarbeiten die Schüler*innen im Anschluss an eine Begleitung durch die Ausstellung und Gedenkstätte anhand eines archäologischen Fundgegenstandes aus dem Garten der ehemaligen Tötungsanstalt Hartheim dessen Geschichte. In Form einer Zeitleiste soll der Weg des Objekts – vom Besitztum eines nach Hartheim zur Ermordung transportierten Menschen bzw. vom in der Tötungsanstalt genutzten Gegenstand bis hin zum Ausstellungs- und Erinnerungsobjekt – beleuchtet werden.