Begleitungen, Vermittlungsprogramme, Tagesprogramme

Ab Oktober 2021 bieten wir 2-stündige Begleitungen (durch Gedenkstätte und Ausstellung "Wert des Lebens"), das Vermittlungsprogramm "Macht der Sprache" (Dauer: 4 Stunden) sowie das Vermittlungsprogramm "Gedenken - Mitdenken" (Dauer: 3 Stunden) an. Im Anschluss an eine 2-stündige Begleitung kann zudem ein 2-stündiges Vertiefungsmodul zum Thema archäologische Fundgegenstände gebucht werden. Detaillierte Beschreibungen der pädagogischen Angebote finden Sie weiter unten im Text.

Da ein Teil der Begleitung im Außenbereich des Schlosses stattfindet, bitten wir darum, an entsprechende Kleidung zu denken. Im Rahmen der Begleitung werden Teile der Gedenkstätte und der Ausstellung selbstständig besucht und im Nachhinein in der Gruppe besprochen.  Die Kosten für eine Begleitung betragen je SchülerIn 6 Euro, für das Programm "Macht der Sprache" 9 Euro, für das Programm "Gedenken - Mitdenken" 8 Euro und für die Begleitung mit anschließendem Modul zu den archäologischen Fundgegenständen 9 Euro.

Die Gruppengröße ist mit 12 Personen begrenzt (inkl. Lehrperson).

Wir können im Moment maximal vier Gruppen parallel begleiten - d.h. höchstens 48 Personen gleichzeitig .

Zudem gilt für die pädagogischen Programme:
* eines der 3 Gs (Getestet, Geimpft, Genesen) muss nachgewiesen werden (auch unser pädagogisches Team bzw. der oder die  Vermittler/in, der/die die Gruppe begleitet, erbringt diesen Nachweis). Die Überprüfung und Bestätigung der negativen Testergebnisse bei Ankunft im Lern- und Gedenkort liegt bei der verantwortlichen Begleitperson der Gruppe. Wir bitten Sie, vor Beginn des Rundgangs eine Erklärung zur Bestätigung der negativen Testergebnisse aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu unterschreiben; diese liegt im Shop-/Anmeldungsbereich bereit.

*Im gesamten Schloss gilt eine FFP2-Maskenpflicht

Danke für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation.

Vertiefungsmodul Archäologische Fundgegenstände: Im Anschluss an eine Begleitung kann ein 2-stündiges Modul zur vertiefenden Beschäftigung mit jenen Objekten erfolgen, die 2001/2002 im Garten von Schloss Hartheim gefunden und gehoben wurden. Dabei handelt es sich vorrangig um Alltagsgegenstände aus dem Besitz der Mordopfer sowie der TäterInnen. Sie ermöglichen eine differenzierte Annäherung an die Geschichte des Schlosses, aber auch an die aktuellen Aufgaben eines Lern- und Gedenkorts.

Vermittlungsprogramm "Macht der Sprache": Dieses umfasst auch eine Begleitung durch Gedenkstätte und Ausstellung. Das Vermittlungsprogramm „Macht der Sprache“ setzt sich mit unterschiedlichen Aspekten und Funktionen von Sprache in der Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Der Kontext ist der Umgang mit Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprachen/entsprechen, vor allem Menschen mit Behinderung. Das Vermittlungsprogramm setzt sich zum Ziel, SchülerInnen für die Wirkung bzw. Auswirkungen unterschiedlicher Formen von Sprache zu sensibilisieren. Eine intensive Auseinandersetzung soll anhand folgender Fragestellungen erfolgen: Welche Rolle spielte die verwendete Sprache bei der Entmündigung und Diskriminierung der sogenannten „Minderwertigen“ bereits vor der Zeit des nationalsozialistischen Massenmords? Wie wurde die staatliche Vernichtungspolitik in der NS-Zeit vertuscht und verharmlost, wie wurden Vernichtung und Ausgrenzung in der NS-Ideologie verherrlicht? Wie können sich Menschen, auch Menschen mit Behinderung, durch Sprache selbstermächtigen? Wie wird heute über und mit Menschen mit Behinderung gesprochen? Wie beeinflussen Begriffe die Wahrnehmung?

Vermittlungsprogramm "Gedenken - Mitdenken": Das Programm ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus am Beispiel der NS-Euthanasie und insbesondere Schloss Hartheim. Neben einem Überblick und einer Erkundung des Orts werden in Eigenarbeit ausgewählte Aspekte (z.B. zu Opfern, Tätern, Spuren, Widerstand, Gedenken…) in kleinen Gruppen bearbeitet. Gezielt ausgewählte Zusatzmaterialien unterstützen die SchülerInnen bei ihren Recherchen zur Geschichte der Tötungsanstalt Hartheim. Der Rundgang konzentriert sich auf die Gedenkstätte und auf die Wahrnehmung des „historischen Orts“.

Für Reservierungen und Fragen zu unserem pädagogischen Angebot, oder wenn Sie gerne ein individuelles Programm gestalten möchten, wenden Sie sich bitte an office(at)schloss-hartheim.at oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 (0) 7274 - 6536-546 oder +43 (0) 7274 - 6536-570.

Der Besuch mehrerer Gedenkstätten an einem Tag wird nicht empfohlen. Der Besuch nur einer Gedenkstätte ermöglicht eine bessere Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort; aufgrund der Intensität des Themas/ des Ortes empfehlen wir auch, genügend (Ruhe-)Zeit rund um den eigentlichen Aufenthalt/ Besuch einzuplanen.