Begleitungen, Vermittlungsprogramme, Tagesprogramme

Der Lern- und Gedenkort bietet neben 2-stündigen Begleitungen durch die Gedenkstätte und die Ausstellung „Wert des Lebens“ auch verschiedene Vermittlungsprogramme und berufsspezifische Programme an. Eine Begleitung durch die Gedenkstätte und Ausstellung ist bei allen pädagogischen Angeboten inkludiert (Einzige Ausnahme ist die 3-stündige Variante des Vermittlungsprogramms "Gedenken - Mitdenken": Hier ist nur eine Begleitung durch die Gedenkstätte inkludiert).

Bei Angeboten, die länger als 2 Stunden dauern, sind kurze Pausen eingeplant. Detaillierte Beschreibungen unserer Angebote finden Sie weiter unten im Text. 

Angebote ab der 8. Schulstufe

  • Begleitung durch die Gedenkstätte und Ausstellung "Wert des Lebens", 2 Stunden

  • Begleitung in leicht verständlicher Sprache, 2 bis 4 Stunden

  • Vermittlungsprogramm "Die Macht der Sprache", 3 Stunden

  • Vermittlungsprogramm "Leben mit und ohne Behinderung", 3 bzw. 4 Stunden
  • Vermittlungsprogramm "Miteinander", 4 Stunden


Angebote ab der 9. Schulstufe

  • Begleitung durch die Gedenkstätte und Ausstellung "Wert des Lebens", 2 Stunden

  • Begleitung in leicht verständlicher Sprache, 2 bis 4 Stunden

  • Vermittlungsprogramm "Die Macht der Sprache", 3 bzw. 4 Stunden

  • Vermittlungsprogramm "Der optimierte Mensch",3 bzw. 4 Stunden

  • Vermittlungsprogramm "Leben mit und ohne Behinderung", 3 bzw. 4 Stunden

  • Vermittlungsprogramm "Spurensuche Vergangenheit" mit Vertiefung "Umfeld" oder "Archäologische Fundgegenstände", 4 Stunden, mind. 12 TeilnehmerInnen

  • Vermittlungsprogramm "Gedenken - Mitdenken", 3 bzw. 4 Stunden


Berufsspezifische AngeboteInformationen zu den berufsspezifischen Angeboten finden Sie hier.

Für Reservierungen und Fragen zu unserem pädagogischen Angebot, oder wenn Sie gerne ein individuelles Programm buchen möchten, wenden Sie sich bitte an office(at)schloss-hartheim.at oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 (0) 7274 - 6536-546 oder +43 (0) 7274 - 6536-570.

Wir ersuchen Sie, den Besuch mehrerer Gedenkstätten an einem Tag zu vermeiden. Die Reduktion auf eine Gedenkstätte ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort; aufgrund der emotionalen Wirkung des Themas/ des Ortes empfehlen wir auch, genügend (Ruhe-)Zeit für Ihre TeilnehmerInnen rund um den eigentlichen Aufenthalt/ Besuch einzuplanen.

Details zu unseren pädagogischen Angeboten


  • Begleitung

Neben grundlegenden Informationen zur Geschichte der NS-Euthanasie im Schloss Hartheim werden in der Ausstellung „Wert des Lebens“ anhand ausgewählter Objekte und Themen Fragen nach der Bewertung des menschlichen Lebens in Geschichte und Gegenwart aufgeworfen und in Bezug zu dem historischen Ort gesetzt.


  • Begleitung in leicht verständlicher Sprache

Die Vermittlung der Inhalte wird durch die Verwendung von assoziativen, visuellen und haptischen Materialien unterstützt. Die Besucher:innen haben die Möglichkeit, sich individuell, kreativ und interaktiv einzubringen. Ein Zeitrahmen von 4 Stunden ist ideal, aber auch eine kürzere Dauer ist möglich. Das Angebot wird für Menschen mit Lernschwierigkeiten und alle, die eine leicht verständliche Sprache bevorzugen, empfohlen.


  • Vermittlungsprogramm "Die Macht der Sprache"

3-stündige Variante: Im Rahmen des Rundgangs durch Ausstellung und Gedenkstätte werden einzelne Räume und Objekte unter dem Aspekt „Sprache“ unter die Lupe genommen: Wer kommt zu Wort? Wie wird Sprache eingesetzt? Was bewirkt Sprache beim Gegenüber? Wie denke ich als Besucher:in über bestimmte Formulierungen?

4-stündige Variante: Das Vermittlungsprogramm setzt sich mit unterschiedlichen Aspekten und Funktionen von Sprache in Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Im Rahmen des Rundgangs durch Ausstellung und Gedenkstätte werden einzelne Räume und Objekte unter dem Aspekt „Sprache“ unter die Lupe genommen: Wer kommt zu Wort und wie können sich Menschen durch Sprache selbst ermächtigen? Wie wird Sprache manipulativ eingesetzt? Was bewirkt Sprache beim Gegenüber?


  • Vermittlungsprogramm "Der optimierte Mensch"

Welches (Ideal-)Bild des Menschen haben wir? Wie wandelte es sich im Laufe der Zeit? Nach welchen Kriterien und warum wurde und wird der Mensch bewertet? Diese und ähnliche Fragen stehen im Zentrum der Auseinandersetzung und sollen dazu beitragen, ein kritisches Bewusstsein für die Wahrnehmung des Menschen als bewertbares und optimierbares Wesen zu vermitteln.


  • Vermittlungsprogramm "Leben mit und ohne Behinderung"

Was heißt Inklusion und wie muss eine inklusive Gesellschaft aussehen? Durch die Beschäftigung mit unterschiedlichen Gesellschaftsentwürfen und biografische Arbeit nähern sich die Schüler:innen dem Thema an und beleuchten Aspekte von Inklusion (im Zusammenhang mit Schule, Arbeit, Familie, …) in der Kleingruppenarbeit und beim gemeinsamen Rundgang durch Ausstellung und Gedenkstätte.


  • Vermittlungsprogramm "Spurensuche Vergangenheit"

Vertiefung "Umfeld": Welche Verbindungen gab es zwischen dem Personal der Tötungsanstalt und dem unmittelbaren Umfeld? Welche Handlungsspielräume gab es? Welche Motive lassen sich für individuelle Verhaltensweisen finden? In Kleingruppen arbeiten die Schüler:innen mit unterschiedlichen Zitaten von Personen aus dem Umfeld des Schlosses. Ziel ist es, gesellschaftliche Beteiligung und Verantwortung – auch losgelöst vom Thema NS-Euthanasie – sowie die Handlungsmacht unterschiedlicher Akteur:innen zu erkennen.

Vertiefung "Archäologische Fundgegenstände": Ein Objekt erzählt viele Geschichten. Je nachdem, an welchem Ort bzw. mit welchem geschichtlichen Rahmen man sich einem Objekt nähert, kann es unterschiedliche Fragen aufwerfen und zur näheren Reflexion und Auseinandersetzung motivieren. Die Schüler:innen setzen sich anhand eines archäologischen Fundgegenstandes der ehemaligen Tötungsanstalt Hartheim mit dessen Geschichte auseinander und visualisieren diese in Form einer Zeitleiste.


  • Vermittlungsprogramm "Gedenken - Mitdenken"

Das Programm ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus am Beispiel der NS-Euthanasie und dem Schloss Hartheim. Dabei steht auch die Frage zentral, wie wir uns an die Vergangenheit erinnern. Neben einem Überblick und einer Erkundung des Ortes werden in Eigenarbeit der Schüler:innen ausgewählte Aspekte (z.B. zu Opfern, Täter:innen, Spuren, Widerstand, Gedenken) in kleinen Gruppen bearbeitet.

In der 3-stündigen Variante: Der Fokus liegt auf der Gedenkstätte; die Ausstellung „Wert des Lebens“ wird nicht besucht. In der 4-stündigen Variante: Neben der Gedenkstätte wird auch die Ausstellung „Wert des Lebens“ besucht.


  • Vermittlungsprogramm "Miteinander"

Wie wurde und wird Zusammengehörigkeit ausverhandelt? Was macht ein „Miteinander“ aus? Anhand von ausgewählten Objekten wird in der Ausstellung und Gedenkstätte gezielt der Bezug zum Thema hergestellt und diskutiert. Kernziele sind prozessorientiertes Arbeiten, Multiperspektivität und wertschätzender Austausch in der Gruppe.