Die Geschichte von Schloss Hartheim bis zum Jahr 1940

Die Geschichte von Schloss Hartheim ist lang.
Sie möchten mehr von dieser Geschichte lernen?
Es gibt noch zwei andere Texte,
diese Texte erklären auch die Geschichte von Schloss Hartheim:



Der Bau von Schloss Hartheim

Am Beginn des 17. Jahrhunderts hat man das Schloss Hartheim gebaut
das war vor ungefähr 400 Jahren.
Das Schloss Hartheim ist ein wichtiges Renaissance-Bauwerk.

Der oberösterreichische Landes-Wähltätigkeitsverein

Das Schloss Hartheim hat dem Fürsten Starhemberg gehört.
Fürst Starhemberg hat das Schloss im 19. Jahrhundert dem oberösterreichischen Landes-Wohltätigkeitsverein geschenkt.

Der Landes-Wohltätigkeitsverein war ein Zusammenschluss von Menschen,
die eine Pflegeanstalt für Menschen mit Behinderung gründen wollten.
Der Landes-Wohltätigkeitsverein hat im Schloss Hartheim eine Pflegeanstalt für Menschen mit Behinderung gegründet,
das war im Jahr 1898.

Klosterschwestern haben die Menschen im Schloss Hartheim gepflegt.
Die Klosterschwestern waren von einem Orden, der Orden hieß „Heiliger Vinzenz von Paul“.
Die Pflegeanstalt im Schloss Hartheim hatte den Namen „Anstalt für Schwach- und Blödsinnige, Idioten und Cretinöse“.

„Schwach- und Blödsinnige“, „Idioten“ und „Cretinöse“ waren Wörter für Menschen mit Behinderungen.
Menschen mit Behinderungen wurden mit diesen Wörtern abgewertet.
Das heißt: Menschen mit Behinderungen wurden als schlechter angesehen als andere Menschen.

Der "Anschluss" von Österreich

Im Jahr 1938 war der „Anschluss“ von Österreich an das Deutsche Reich.
1938 haben die Nazis den Landes-Wohltätigkeitsverein geschlossen.

Die Pflegeanstalt wurde ab 1938 von Beamten der Nazis geleitet.
Das Schloss Hartheim gehörte nun dem Gau Oberdonau.
Das bedeutet: Das Schloss wurde von den Nazis verwaltet, die im Gau Oberdonau regierten.
Die Klosterschwestern haben im Schloss bis März 1940 Menschen mit Behinderung gepflegt.
Die Nazis haben im März 1940 die Pflegeanstalt geschlossen.