27. Jänner: Ausstellungseröffnung „Finding Ivy. A life worthy of life“

Unter den rund 70.000 Menschen, die 1940 und 1941 im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet wurden, befanden sich auch einige, die einen biografischen Bezug zu Großbritannien hatten. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Helen Atherton von der Universität Leeds rekonstruierte in den letzten Jahren das Leben dieser Menschen. Die Ergebnisse werden nun im Rahmen einer Wanderausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Veranstaltungsflyer, dieser zeigt eine junge Frau

Anhand einer Reihe von Archivmaterial, das in Großbritannien, Österreich und Deutschland und darüber hinaus gesammelt werden konnte, sowie der Berichte und Unterlagen von Familienangehörigen stellte das Team 13 Lebenswege zusammen, die auf Roll-Up-Bannern gezeigt werden.

Ein Beispiel ist die Geschichte von Martha Büchel, der Schwägerin des berühmten Londoner Künstlers Charles Büchel, die 1941 im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet wurde. Ein weiteres Beispiel ist Marguerite (Daisy) Baruch, die Mutter von Jack Bilbo, dem deutsch-britischen Surrealisten, die ebenfalls mit einer psychiatrischen Diagnose ermordet wurde. Weitere Beispiele sind Gladys Marx, deren Familie an der Spitze einiger der größten Unterhaltungslokale in Berlin stand, und Ivy Angerer, deren Name den Titel dieser Ausstellung inspiriert hat. Sie wurde als Tochter deutscher und österreichischer Einwanderer in Schottland geboren und im Alter von 29 Jahren in Hartheim ermordet, weil sie eine Lernbehinderung hatte.

Samstag, 27. Jänner 2024, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

14:00 Uhr: Rundgang durch Dauerausstellung und Gedenkstätte im Lern- und Gedenkort (wahlweise Deutsch oder Englisch)

16:00 Uhr: Eröffnung der Wanderausstellung „Finding Ivy“ (Sala terrena, Schloss Hartheim)

Eintritt frei

Anmeldung unter office@schloss-hartheim.at oder +43-(0)7274-6536-546 erbeten.