Die mittlerweile 6. Internationale Hartheim Konferenz widmet sich einem höchst aktuellen Thema, das uns alle in vielerlei Hinsicht betrifft - als einzelne Menschen, die im Laufe ihres Lebens älter werden, wie auch als Gesellschaft: Auf der individuellen Ebene steht der Wunsch nach mehr gesunden Lebensjahren, nach einem Vermeiden und Verzögern der körperlichen Erscheinungen des Alter(n)s sowie auch nach Autonomie. Demographische Entwicklungen und Verschiebungen stellen hingegen Wirtschaft, Arbeitswelt und Systeme der sozialen Sicherung vor große Herausforderungen. Etwaige Folgewirkungen für die nächsten Generationen spielen dabei eine große Rolle. Es stellt sich in all diesen Bereichen immer auch die Frage nach dem Stellenwert von älteren Menschen in unserer Gesellschaft. Dies betrifft mediale und gesellschaftliche (Leit-)Bilder genauso wie die Ressourcenverteilung in den Bereichen Pflege, Gesundheits- und Altersversorgung. Bei all diesen Themenkomplexen sind kritische Reflexion und Diskussion nötig, die den "Wert des Lebens" nicht aus den Augen verlieren.
Die 6. Internationale Hartheim Konferenz versucht, die vielfältigen Fragen rund um das "Alter(n)" aufzugreifen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und zu diskutieren.
Für eine Anmeldung folgen Sie diesem Link.
Veranstaltungsort:
Kulturtreff. der Gemeinde Alkoven (neben Schloss Hartheim), Arkadenweg 4, 4072 Alkoven
Der Tagungsbeitrag beträgt € 75,- (regulär) bzw. € 30,- (ermäßigt für Schüler:innen, Studierende, Zivil- und Präsenzdiener), Menschen mit Behinderungen frei.
Im Tagungsbeitrag enthalten sind der Empfang am Freitagabend, Mittagessen am Samstag, Kaffeepausen und eine fakultative Begleitung durch den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim am Freitag vor Konferenzbeginn.
Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an tagungsbuero-ihk@schloss-hartheim.at
Programminformationen
Freitag, 13. November 2026
11:00-13:00 Uhr: Begleitung durch den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim: Besuch der Ausstellung „Wert des Lebens“ und der Gedenkstätte
(Treffpunkt: Eingang Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim)
12:30-13:30 Uhr: Registrierung & Ankommen (Kulturtreff. Alkoven)
13:30-14:00 Uhr: Begrüßung durch Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer; Begrüßung durch Verein & Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
14:00-15:00 Uhr: Keynote: Meinhard Lukas, Kepler Universitätsklinikum
15:00-15:30 Uhr: Pause
15:30-17:30 Uhr: Wohlstand und Alterung: Die österreichische Erfolgsgeschichte und ihre Lektionen; Christine Mayrhuber,WIFO & Alterssicherungskommission
Die Herrschaft der Alten? Oder: Generationengerechtigkeit neu denken; Gottfried Schweiger, Zentrum für Ethik und Armutsforschung / Universität Salzburg
Anschließende Diskussion
Moderation: Günter Kaindlstorfer, Journalist und Schriftsteller
17:30-19:00 Uhr: Empfang des Landes OÖ
19:00-21:00 Uhr: Gabriele Hofer-Stelzhammer, Verein Schloss Hartheim, im Gespräch mit Erika Pluhar, Schauspielerin/Sängerin/Schriftstellerin; Musikalische Umrahmung des Tages: Charly Schmid und Constantin Handl
Samstag, 14. November 2026
09:30-11:30 Uhr:Für eine neue Kultur der Sorge am Ende des Lebens; Giovanni Maio, Institut für Geschichte der Ethik und Medizin / Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
In Würde altern – Lebensqualität, Angebote und institutionelle Herausforderungen in der Begleitung von Menschen mit kognitiver und mehrfacher Beeinträchtigung; Arjun Pfaffstaller, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim und Sandra Wiesinger, Institut Hartheim
Zwischen Qualität, Solidarität und Generationengerechtigkeit: Langzeitpflege in Südtirol – ein Fallbeispiel; Gottfried Tappeiner, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte / Universität Innsbruck
Anschließende Diskussion
Moderation: Stephanie Merckens, Juristin
11:30-13:00 Uhr: Mittagspause
13:00-15:00 Uhr: Gleich an Würde, ungleich abgesichert; Stefan Pimmingstorfer, Caritas Oberösterreich
Nicht gehört, nicht ernst genommen? Ageismus im Gesundheitswesen;Elisabeth Langmann, Institut für Ethik und Geschichte der Gesundheit in der Gesellschaft / Universität Augsburg
Selbstbestimmung bis zuletzt? Zur Debatte um assistierten Suizid und Euthanasie; Michael Wunder, Psychologe und Psychotherapeut
Anschließende Diskussion
Moderation: Susanne Dickstein, Oberösterreichische Nachrichten
15:00-15:30 Uhr: Pause
15:30-17:30 Uhr: Eigenverantwortung für gesundes Altern? Ethische Herausforderungen der Prädiktiven Medizin; Silke Schicktanz, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin / Universität Göttingen
Longevity und Enhancement; Michael Fuchs, Katholische Privat-Universität Linz
Perspektiven einer „altersgerechten“ Gesellschaft; Clemens Sedmak, University of Notre Dame (USA)
Anschließende Diskussion
Moderation: Karin Wagner, Musikwissenschafterin und Autorin

