Einem Familienfoto auf der Spur: Als Ulrike Wieser ein Bild ihrer Großcousine Elfi Schlager entdeckt, öffnet sich ein verdrängtes Kapitel der Familiengeschichte. Elfi war zehn Jahre alt, als sie gemeinsam mit 66 weiteren Bewohner*innen des St. Josef-Instituts in Mils/Tirol in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort ermordet wurde.
Die Opfer der NS-Medizinverbrechen stehen bis heute am Rand der Erinnerung. Wieser durchdringt gemeinsam mit der Historikerin Melanie Dejnega das Schweigen und Vergessen und geht mit Wissenschafter*innen, Chronist*innen und Familienmitgliedern den Leerstellen in der Erinnerung an diese Menschen nach. Das Ergebnis ist eine künstlerische Installation aus 67 bestickten Fotografien. Bunte eingestickte Blumen und Namen verankern die Opfer in ihren Geburtsorten und in der Erinnerungskultur.
Eine Ausstellung von Ulrike Wieser und Melanie Dejnega in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Österreich.
11. Dezember 2025–10. Mai 2026, Foyer
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 10. Dezember 2025, 18.30 Uhr, Haus der Geschichte Österreichs, Anmeldung ist erforderlich, siehe hier.
Programm:
Begrüßung: Monika Sommer | Gründungsdirektorin hdgö
Eröffnung: Theresia Niedermüller | Sektionsleiterin Kunst und Kultur im BMKOES
Kurzvortrag: Die NS-Euthanasie und ihre Opfer. Schwierige Wege zu einer Erinnerungskultur: Florian Schwanninger | Leiter des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim
Einführung in die Ausstellung: Melanie Dejnega | Historikerin , Ulrike Wieser | Künstlerin
Moderation: Eva Meran | Teamleitung Diskussionsforum und Kulturvermittlung hdgö
Musikalische Gestaltung: Tobias Kochseder | Akkordeon

