Gedenkfeier für die Opfer des „Fremdvölkischen Kinderheims“ in Spital am Pyhrn am 13. Mai 2022

Am Freitag, 13. Mai fand in der St. Leonhards-Kirche in Spital am Pyhrn die alljährliche Gedenkfeier in Erinnerung an die Opfer des „Fremdvölkischen Kinderheims“ in Spital am Pyhrn statt. Markus Rachbauer, Mitarbeiter des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim, hielt die Gedenkrede.  
Teilnehmer der Veranstaltung

Maria Prieler-Woldan, Susanne Lammer, Markus Rachbauer, Bartłomiej Rosik, Helmut Edlinger, Andreas Bialas

In einem Gasthaus in Spital am Pyhrn war das erste „Fremdvölkische Kinderheim“ des Deutschen Reiches untergebracht. In derartigen Einrichtungen wurden Neugeborene und Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen verwahrt, viele der Kinder kamen aufgrund der völlig unzureichenden Versorgung zu Tode. Dem Heim in Spital sollten hunderte weitere im Deutschen Reich, einige davon auch im Gau Oberdonau, folgen. Es ist von Tausenden Todesfällen von Kindern in diesen Heimen auszugehen. Eine am Lern- und Gedenkort angesiedelte Projektgruppe erforscht derzeit die Geschichte der "Fremdvölkischen Kinderheime" im Gau Oberdonau. Eine Publikation mit den Ergebnissen der Forschungen soll 2022 erscheinen.

Ein Bericht über die Gedenkfeier findet sich auch hier.

Bildrechte: Jack Haijes